Kurz gesagt ist eine erfolgreiche Führungskraft jemand, der:
- seine Ziele erreicht;
- dabei positiv und motivierend ist
- die Eigenverantwortung fördert.
Doch oft mangelt es Führungskräften an diesen Fähigkeiten. Studien bringen eine ernüchternde Wahrheit ans Licht: mehr als jeder dritte belgische Arbeitnehmer gibt seinem Chef eine schlechte Note. Unter den Führungskräften selbst sind lediglich 13 % der Meinung, kein guter Chef zu sein und somit nicht die erforderlichen Kompetenzen zu besitzen.
Zeit für einen Realitätscheck!
Welche Führungsstile sind am häufigsten anzutreffen?
Es gibt verschiedene, häufig anzutreffende Führungsstile:
- der Autokrat: „Ich entscheide, Sie erledigen es.“
- der Demokrat: „Was halten Sie davon?“
- der Coach: „Ich hole das Beste aus Ihnen heraus.“
- die transformative Führungskraft: „Gemeinsam zum Mond und noch weiter.“
- die transaktionale Führungskraft: „Eine Hand wäscht die andere.“
- die Laissez-faire Führungskraft: „Finden Sie es doch selbst heraus.“
- die geteilte Führung „Wer über das erforderliche Fachwissen in einem bestimmten Bereich verfügt, übernimmt dort die Leitung“
Fällt es Ihnen schwer, sich selbst in eine Schublade einzuordnen? Das ist verständlich, denn ein Vorgesetzter ist ein Mensch, kein Roboter.
Es gibt keine allgemeingültige Definition dafür, was gute Führung genau ausmacht. Allerdings passt ein guter Führungskraft seinen Führungsstil vor allem an die jeweilige Situation an und ist somit eine flexible Führungskraft, also jemand, der zwischen verschiedenen Führungsstilen wechseln kann.
Im Idealfall sind die verschiedenen Faktoren wie Empathie, Vertrauen, Managementfähigkeiten, Verletzlichkeit, Coaching und Inspiration ausgewogen vorhanden. Genau diese Eigenschaften sind auch Arbeitnehmern wichtig.
Wo gibt es manchmal Reibungspunkte? Die Erwartungen Ihrer Arbeitnehmer
Arbeitnehmer wünschen sich vor allem eine Führungskraft, die:
- die Richtung vorgibt: Sind Sie in der Lage, vorausschauend zu handeln und Abstand vom täglichen Trubel zu gewinnen? Können Sie Trends und Veränderungen in eine Vision und eine Strategie umsetzen?
- entscheidungsfreudig ist: Treffen Sie Entscheidungen? Das schafft Vertrauen.
- Verletzlichkeit zeigt: Trauen Sie sich, sich verletzlich zu zeigen? Verletzlichkeit trägt zu einer Kultur der psychologischen Sicherheit bei, in der Menschen den Mut haben, ihre Meinung zu äußern.
- um Feedback bittet: Fragen Sie manchmal: „Was kann ich für Sie verbessern?
- für Verbundenheit sorgt: Sind Sie in der Lage, Menschen miteinander zu verbinden?
- Verantwortung überträgt: Übertragen Sie Ihren Mitarbeitern Verantwortung für ihre Aufgaben?
- einfühlsam ist: Können Sie sich in andere Menschen hineinversetzen?
- motiviert: Finden Sie heraus, was einzelne Mitarbeiter motiviert?
- entwicklungsorientiert ist: Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Chance, sich weiterzuentwickeln?
- authentisch ist: Zeigen Sie, wer Sie wirklich sind?
Wie sieht Führung in der Zukunft aus?
Experten zufolge geht es in der Zukunft um Stilflexibilität. Man muss in der Lage sein, zwischen folgenden Stilen zu wechseln:
- „Loslassen wagen“ und „inspirierend führen“
- „Vertrauen schenken“ und „Kontrolle behalten“
- „Verletzlichkeit zeigen“ und „Autorität einsetzen“
Wie können Sie das in Angriff nehmen?
Beobachten Sie Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen. Seien Sie authentisch, vertrauen Sie auf Ihr Gefühl und passen Sie Ihren Führungsstil an die aktuellen Bedürfnisse Ihres Teams an.
Arbeitnehmer mit einer guten Führungskraft sind weniger gestresst, treten als zufriedenere Botschafter für Ihr Unternehmen auf und fühlen sich in ihrem Job kompetenter. Außerdem steigern Sie so die Mitarbeiterbindung!
Welchen Führungsstil wenden Sie heute an? Sind Sie bereit, Ihr Team zu fragen, wie es diesen erlebt?
24 / 06 / 2026